Schaufenster

Es gibt nun wirklich ein Schaufenster – unsere Schmiede ist vorne verglast und da steht drinnen der Gewichtswebstuhl –  und die paar handgefertigten Kleidungsstücke, die über den persönlichen Bedarf hinaus aus purer Freude am Tun entstanden sind, liegen in diesem Schaufenster – und sind erhältlich:

ABER:
1. sie sind einzigartig – d.h. es wird nicht auf Bestellung etwas hergestellt und wiederholt;
2. sie sind fast ausschließlich Arbeit zweier Hände und daher – was die Geld=Zeit-Kalkulation anbelangt – schlicht unbezahlbar.
3. daher werden nur meine Ausgaben zurückerstattet (Wolle-Einkauf, Färbemittel, Geräte-Anschaffungen, Zubehör wie Nadeln, Nähseiden, Reißverschlüsse, Knöpfe …; aber auch Muster-, Web-, Schnitttechnik-, Färberezept- Bücher etc. )
4. Es entstehen so keine Einnahme meinerseits, und meine Zeit wird nicht verkauft, sondern verschenkt. Und meine Zeit war ja schon voller Freude – und so bestätigt sich das alte Rezept: geteilte Freude ist doppelte Freude.

Der Prozess der Verwirklichung von etwas Schönem und das ungebremste Auskosten der reichen und edlen Rohstoffe sind mein Anliegen – die Ergebnisse sind langlebig und klassisch, nicht modisch. Die meisten Wollen sind von mir selbst gewaschen – sie unterlagen keinen unsinnigen chemischen Prozessen und haben ihre wunderbare Eigenschaften der Wärmebalance, des Feuchtigkeitsausgleichs und der Atmungsaktivität behalten.  Auch bei den Zutaten – Knöpfe z.b.  – achte ich auf natürliche Materialien, und bei den selbstproduzierten Core-Art-Garnen spielt Seide, Hanf, Leinen, Alpaka, Lama, Mohair mit – nur ab und an, wenn  so ein bißchen Glanz und Glitzer dabei sein soll, verwende ich Angelina (ist natürlich synthetisch …aber ist auch nur ein bißchen ….)
Bei Interesse  oder auch bei Nachfragen zu Techniken nehmen Sie doch bitte persönlich Kontakt zu mir auf.

Meditationstuch

Hier nun die genaue Beschreibung des Tuches von Kette 44. Der Schuß ist ein sehr feines Verlaufsgarn aus reiner Merinowolle. Die Farben gehen von creme – sand – Erde – Rot – Beere – lila – creme – sand stufig ineinander über. Das Farbspiel wird begleitet von einer sehr strengen Musterstruktur – Fischgrat/Vogelaugen. Es fällt …

Kastenkimono, grün

Diese kleine Jacke ist mit weitem angeschnittem kurzem Arm sehr angenehm zu tragen. Das eine Extra ist ein „langer Rücken“, der genau die richtigen Stellen an einem lauen Sommerabend schützt. Der Stoff von Kette 38 (aus reiner Wolle, meliert, handpainted) wurde ein wenig angewalkt, was die Jacke a) kuschelig weich und b) federleicht macht. Das …

Hap II

Im Februar ist noch ein großer Schal entstanden – wieder eine etwas andere Form, aber wieder mit feinem Faden aus Spindel-gesponnener Wolle-Seide-Mischung, und natürlich mit Shetland-Lace-Muster – Old Shale als Bortenmuster – grau und rosa – mit einer kleine Triangle- Lace aus grauem Garn (Shetland/Seide-Mix) mit etwas Weinrot. Auch dieser Schal ist etwa 240 cm …

Hap I

Ein Hap – das ist ein schottisches Wort, genauer ein Wort von den Shetland-Inseln, und bezeichnet einen großen Schal. Traditionell werden sie aus sehr feiner handgesponnener Wolle (natürlich von Shetland-Schafen) gestrickt, meistens mit sehr schönen Spitzenmustern … die berühmte Shetland-Lace. Dieses Tuch ist mit Spindel-gesponnenem Garn (weiß / Milchschaf – creme/Alpaka-Skudde – rot/Seide/Merino – ein …

1. Super-Stola-Schal

Das ist auch das erste Kontextil: eine Mischung verschiedener Techniken – weben, stricken, häkeln mit aufeinander abgestimmten Garnen, die natürlich selbst gesponnen sind. Dieser Schal besteht aus einem Gestrick aus Core-Garn ( 190cm x 30 cm) und einem handgewebten Streifen aus Dochtgarn ((190 X 16 cm). Die beiden sind aneinandergenäht, Die Webekante ist noch mit …

2.Super-Stola-Schal

Das ist wieder ein sog. Kontextil, d.h. ein Teil 190 cm X 30 cm ist gestrickt. ein ebenso langes Band von 16 cm ist gewebt. Die beiden „Schals“ sind zusammen genäht – der Schal ist also fast 50 cm breit und 190 cm lang. Dann wurde er mit einer Spitze in Mohair umhäkelt … Der …

Schalkragenweste 2

  Da war von der 35. Kette noch ein wenig Material auf dem Webstuhl, und da es so viel Freude macht, mit Muster und Trittfolgen zu experimentieren und dabei direkt für das Kleidungsstück beim Weben zu entwerfen, habe ich gleich noch eine Weste gemacht. Wieder ist die Grundidee tweedig – und dann habe ich aus …

Schalkragenweste 1

  Am Ende der 35. Kette mit sehr „tweedigen“ Farben entstand ein einfaches Rechteck, aber mit eingewebten Löchern für die Arme, das untere Stück (Schößchen) in einem Muster, das mittlere Stück mit den Armlöchern in Leinenbindung und das obere Stück, der große Schalkragen, in einem anderen Muster (Diamantköper). Das ganze wird mit ganz wenig Handarbeit …

1750-Jacke

Der Name sagt es schon. Das ist ein Jäckchen nach einem Original-Schnitt aus dem 18.Jahrhundert. Das trugen die Frauen über Petticoats und einem Blusen-Unterkleid – weit ausgeschnitten und tailliert, und weit nach unten (wie ein Schößchen), damit es gut aufliegt über den voluminösen Unterröcken. Es ist ähnlich dem Manteau de Lit, ein Kleidungsstück – in …

Schaltuch 4: Wasser

Das erste Projekt für „draußen“ in diesem Jahr – d.h. das erste Projekt am Ashford-Webrahmen – sollte eine Wolldecke werden aus zwei Schals – so der Plan. Ich hatte noch grau- grün-blau-lila melierte Wolle, dickeres Dochtgarn, liegen und nun eine Kette dazu in jeansblauem Bambusgarn und  mit melierten Fäden/Wolle 8/2 dazwischen. Dabei habe ich eine …

Nomadenmantel

In Kette 21 (Juli 2015) habe ich eine Farbkomposition von braun-gelb-ocker-goldbraun-creme-curry-kastanie aus pflanzengefärbtem Wollgarn 8/2 gewählt, im Einzug ein Gerstenkorn-Muster, 40/10 Blatt und 356 Fäden. Aus dem ersten Tuch dieser Kette habe ich mir einen Nomadenmantel gemacht mit einer besonderen Herausforderung: der „Schnitt“ wird schon teilweise mit gewebt, d.h. die vordere Hälfte wird in drei …